Chronik

Verein

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Dengling

 
Bereits im Jahre 895 n.Chr. wurde Denchilinga zum ersten Male urkundlich erwähnt. Aus dem seinerseitigen Denchilinga wurde im Laufe von Jahrhunderten das jetzige Dengling. Nähere Aufzeichnungen über die geschichtliche Entwicklung konnte der Chronist leider nicht in Erfahrung bringen. Umso erfreulicher ist es, dass die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehr Dengling in dem vorliegenden Stammbuch genau registriert sind. Die Jahre nach dem „70iger Krieg“ waren die Gründungsjahre der Freiwilligen Feuerwehren. Bereits im Jahre 1872 wurde von der Gemeinde Dengling eine Feuerlöschmaschine angeschafft. Am 1.Oktober 1876 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Dengling gegründet. Insgesamt 49 beherzte Männer traten der Freiwilligen Feuerwehr sofort bei. Die Gründung erfolgte auf Anregung des Herrn Bezirksamtsmannes Martin unter der Leitung des Herren Bezirksfeuerwehrvertreters K. Laubender von Wörth und des Herren Georg Wild, Bürgermeister von Dengling. Im Jahre 1880 wurde eine Branddirektionsfahne angeschafft. In den folgenden Jahren erhielt die Feuerwehr 3 Steigleitern, 5 Pickel, 5 Beile und 5 Gurte sowie 16 Helme und ca. 30m Schläuche. Im Jahre 1888 wurde das Stammlistenbuch angeschafft. Herr Bezirksvertreter Laubender inspizierte die Freiwillige Feuerwehr Dengling im Jahre 1887 gemeinsam mit anderen Feuerwehren in Riekofen und im Jahre 1888 in Dengling. Im Januar 1889 wurde von H.H. Pater Reil, ehemaliger Benifiziat in Dengling, 100 Mark für die Anschaffung einer Vereinsfahne gestiftet.

Jungfrau Maria Lermer, Privatier in Dengling, übergab 50 Mark und weitere Guttäter sorgten dafür, dass der stattliche Betrag von 250 Mark zusammenkam. Die Fahne wurde beim Stickerei- und Permanentengeschäft I. Deplaz in Regensburg bestellt. Am 10. Juni 1889 fand dann die Fahnenweihe statt. Die Ereignisse des Tages der Fahnenweihe in Dengling wurden in einer Gedenktafel, die noch in einem einwandfreien Zustand erhalten ist, wie folgt zusammengefasst:
„Am 10. Juni 1889 feierte die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Dengling die Weihe ihrer ersten und neu gekauften Fahne. Es nahmen 32 Feuerwehren mit insgesamt 400 Mann an dieser Festlichkeit teil. Der Hochwürdige Herr Pfarrer Georg Loichinger in Riekofen hielt die Festpredigt, hl. Messe und die Fahnenweihe. Die Dorfgemeinschaft Dengling war mit Triumpfbögen, fast alle Häuser waren mit Blumenkränzen, Girlanden und Fahnen geschmückt. Zwei Musik-Chöre standen bereit, die ankommenden Feuerwehren zu begrüßen. Böllerschüsse knallten fast unaufhörlich. Nachmittags spielte die zwei Musik-Chöre in den beiden Gasthäusern zur geselligen Unterhaltung der Feuerwehren und des übrigen Volkes, das bei günstigem Wetter massenhaft herbeigeströmt war; trotzdem ereignete sich nicht der geringste Unfall, alles war heiter gestimmt. Die weiter entlegenen Feuerwehren kehrten rechtzeitig wieder heim mit ihren Fahnen, deren jede einem schönen Bande von der Festtribüne aus durch die Hand der Fahnen-Jungfrau Marie Schmalhofer zum Andenken an die heutige Fahnenweihe geschmückt wurde. Möge dieser Tag jedem in steter Erinnerung bleiben, der ihn erlebt hat; mögen die Nachkommen von Dengling die Feuerwehr erhalten und kräftigen zu ihrem Nutzen und bestem der umliegenden Gemeinden.
Gezeichnet:                  Georg Wild, Ökonom, Vorstand der Feuerwehr
                                    Peter Wild, Ökonom und Bürgermeister          
                                   Johann Lagenlauf, Ökonom und Feuerwehrhauptmann
 
Der gesamten Freiwilligen Denglinger Feuerwehr: Gut Heil!“
 
Am 14.Juli 1889 wurden beim Gautag in Mintraching durch das Los zwei vollständige Steigerausrüstungen gewonnen. Am 20. Januar 1898 bildete sich eine Ortsgemeinschaft (10 Mann) und trat der Sterbekasse für den Bayerischen Landesfeuerwehrverband bei. Im Oktober 1898 wurden in Wörth eine Sturmfackel und eine Steigerlaterne gewonnen. Zu einem besonderen Ereignis wurde dann der 1. Februar 1904. An diesem Tag wurde eine neue Saug- und Druckspritze von der Fa. Braun, Nürnberg, geliefert. Der Preis betrug 1380 Mark. 
Im Jahre 1912 wurde dann letztmalig vor dem 1. Weltkrieg eine Vorstandschaft gewählt. Vielfach musste dann im Stammbuch eingetragen werden: „Beim Militär gefallen“. Im Jahre 1923 wurde dann die Feuerwehr wieder aktiv und eine neue Vorstandschaft gewählt. Vor dem 2. Weltkrieg wurde letztmals im Jahre 1935 eine Vorstandschaft gebildet. Viele Feuerwehrkameraden kehrten vom 2. Weltkrieg dann nicht mehr zurück. Während der Kriegsjahre wurde der Feuerwehrdienst notdürftig aufrechterhalten. Ab dem Jahre 1945 wurde dann die Feuerwehr wieder systematisch aufgebaut. Im Jahre 1954 zählte die Wehr 69 Mitglieder.
Im Jahre 1967 wurden erstmals zwei Löschgruppen ausgebildet. Am 9. März 1968 erhielten 18 Wehrmänner durch Landrat Deininger und Kreisbrandinspektor Zelzner die Leistungsabzeichen. An diesem Tag wurden 8 Feuerwehrkameraden für 50-jährige Mitgliedschaft, 4 Kameraden für 40-jährige Mitgliedschaft und 22 Kameraden für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Am 7. August 1969 wurde mit der Fa. Obauer aus Burglengenfeld ein Kaufvertrag über die Anschaffung einer Motorspritze Magirus TS 8 mit Gerätewagen abgeschlossen. 

Am 12. Juli 1970 Übernahme der Patenschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Mötzing anlässlich des 100-jährigen Gründungsfestes mit Fahnenweihe.
Am 24. Juli 1971 konnte dann Bürgermeister Obermeier die Motorspritze mit Gerätewagen der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Die kirchliche Weihe nahm Pfarrer Dobmeier aus Riekofen vor. Am 15. Juli 1973 legte die
3. Löschgruppe die Leistungsprüfung mit Erfolg ab. Kreisbrandrat Ettl händigte die Leistungsabzeichen den ausschließlich jungen Feuerwehrkameraden aus. Bei der Generalversammlung am 5. Januar 1974 wurde die Anschaffung einer neuen Fahne beschlossen. Am 18. Juli 1974 Abnahme der Leistungsprüfung Stufe II durch Kreisbrandrat Ettl. Hierzu haben sich interessierte Feuerwehrkameraden, nicht mehr ganz jung an Jahren, der Prüfungskommission gestellt. Am 29. Juli 1975 legte dann eine zweite Löschgruppe die Leistungsprüfung Stufe II mit Erfolg ab. Die Ausrüstung und der Ausbildungsstand der Freiwilligen Feuerwehr Dengling konnte damit als optimal bezeichnet werden. Dies ist der Verdienst einer vorbildlichen Kameradschaft der Feuerwehrmänner und der Gemeinde, die durch ihre Zuwendungen die Anschaffung der Ausrüstungsgegenstände ermöglichte.

Vom 09.-11. Juli 1976 feierte die FFW Dengling bei herrlichem Wetter ihr
100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde auch eine neue Fahne geweiht, die der Schirmherr und Bürgermeister Emil Obermeier der Denglinger Wehr gestiftet hatte. 


Als Festmutter amtierte Anna Obermeier und als Festbraut Gabi Schultes. Die Festtage begannen am Freitagabend mit einem Standkonzert der Festkapelle Neutraubling, dem Bieranstich durch Schirmherrn Emil Obermeier und Ehrungen langjähriger Mitglieder im Gasthaus Bründl.
Den Höhepunkt des Samstagabends bildete ein imposanter Fackelzug durch das Dorf. Der eigentliche Festtag am Sonntag begann mit dem Einholen der Festjungfrauen, der Fahnenbraut, der Fahnenmutter und des Schirmherren, des Patenvereins FFW Mötzing und der geladenen Vereine. Pfarrer Max Dobmeier aus Mötzing zelebrierte den Festgottesdienst und erteilte der neuen Fahne den Segen. In seiner Predigt forderte er dazu auf, die Fahne stets als Symbol der Kameradschaft zu betrachten. Nach den Ansprachen und Glückwünsche der Ehrengäste legte Vorstand Josef Sandner am Kriegerdenkmal einen Kranz für die Gefallenen und vermissten Kameraden der FFW nieder. Pfarrer Dobmeier betonte: der Weltfrieden muss wieder errungen und erbetet werden.
Am Nachmittag zog der Festzug mit 53 Vereinen durch das festlich geschmückte Dorf. Den Abschluss dieses Tages bildete eine Tanzveranstaltung im Saal des Gasthauses Bründl und ein gemütliches Beisammensein im Festzelt.
Nach diesem gelungenen und zahlreich besuchtem Fest konnte der Festausschuss auch wieder aufatmen. Dieser hatte während der Vorbereitungen bereits Auseinandersetzungen mit den Funktionären auf Kreisebene, da das Feuerwehrfest in Thalmassing auf den 11. Juli 1976 festgelegt wurde, obwohl der Termin in Dengling längst bekannt war.
Im Frühjahr 1982 begann man mit dem Umbau des alten Milchsammelhäuschens, darin sollte das neue FFW Gerätehaus untergebracht werden. Die Wehrmänner mussten selbst Hand anlegen, denn mit den öffentlichen Mitteln konnte man nicht rechnen, da die vorgeschriebene Größe nicht erreicht wurde. Im Sommer 1982 wurde dann das neue Gerätehaus von Herrn Geistlichen Rat Max Dobmeier eingeweiht.
Die FFW Dengling war 1986 die erste Wehr innerhalb der VG Sünching und des südöstlichen Landkreises Regensburg, welche eine Löschgruppe der Stufe Gold-Rot hatte. Dafür wurde ihr von Landrat Schmid eine Ehrenurkunde verliehen. Das 110jährige Gründungsfest wurde am 28. und 29. Juni 1986 im kleinen Rahmen gefeiert. Am Samstag beim Gedenkgottesdienst heftete Anna Obermeier, die Festmutter aus dem Jahre 1976, ein Ehrenband an die Fahne. Im Vereinslokal Bründl folgte dann ein Festakt mit Ehrungen verdienter Feuerwehrleute. Nach dem Festessen wurde der Tonfilm von der Fahnenweihe 1976 gezeigt, den Anna Obermeier für die Fahnenweihe gekauft hatte. Mit einem Gartenfest fanden die Feierlichkeiten am Sonntag einen gelungenen Abschluss.
1989 nahmen die Damen Einzug in die Feuerwehr. Nicht alle Vorstandsmitglieder waren vollauf begeistert von diesem Vorschlag, man dachte hier an eine eher kurzlebige Euphorie. Mittlerweile sind sie der Stolz der Feuerwehr und nicht mehr wegzudenken. Gerade diese Frauen aus dem Jahre 1989 haben am 04. Mai 2001 ihre letzte Leistungsprüfung Gold-Rot mit Bravour abgelegt, übrigens auch die erste Damenlöschgruppe der Verwaltungsgemeinschaft Sünching. Dies wurde natürlich gebührend gefeiert. In der Jahreshauptversammlung am 06. Januar 1992 gab Johann Baumann in Anwesenheit von Anna Obermeier bekannt, dass die alte Fahne von 1889 nach dem Tod von Frau Obermeier in den Besitz der Feuerwehr übergeht.
Schon seit dem Jahr 1999 liefen die Vorbereitungen für das 125-jährige Gründungsfest im Jahr 2001 auf Hochtoren.
Im Jahr 1999 wurde für die FFW Dengling eine Satzung erstellt und am 28. September 1999 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister, sodass die Bezeichnung ab sofort FFW Dengling e.V. lautet. Im Jahr 2000 schloss sich die FFW Dengling dem Feuerwehrverband an.
Am 20. Mai 2000 wurde dann eine Festbraut- sowie Fahnenmutter gefunden, nachdem Sie das Bitten vom Vorstand Hans Baumann erhört hatten. Als Festbraut fungierte Diana Saller und als Fahnenmutter Brigitte Speckner.
Am 24. Juni 2000 fand dann das Patenbitten in Mötzing statt. Nachdem Vorstand Hans Baumann, Festmutter Brigitte Speckner und Festbraut Diana Saller die Bitte um die Übernahme der Patenschaft vortrugen, wurde diese offiziell besiegelt.


Am 07. Juli 2000 wurde dann noch der Schirmherr gesucht, hier wurde man beim 1. Bürgermeister der Gemeinde Mötzing Herrn Josef Botzler fündig.
Das 125-jährige Gründungsfest der FFW Dengling begann dann am Freitag den 20. Juli 2001 16.45 Uhr mit dem einholen der Festmutter, Festbraut, Festdamen und des Schirmherrn. Nach dem der Patenverein FFW Mötzing und die Ortsvereine abgeholt wurden fand am Kriegerdenkmal ein Totengedenken statt.
Um 19.00 Uhr war dann der Bieranstich durch den Schirmherrn sowie ersten Bürgermeister Josef Botzler mit anschließender Ehrung langjähriger Mitglieder.
Am Samstag war großer Unterhaltungsabend für mit der Showkapelle „Tangrintl-Express“.
Der Festsonntag begann bereits um 5:30 Uhr mit dem Weckruf. Nach dem Einholen der Festjungfrauen, der Fahnenbraut, der Fahnenmutter und des Schirmherren, des Patenvereins FFW Mötzing und der geladenen Vereine ging es dann zum Festzelt. Die Aufstellung zum Kirchenzug war dann um 9:30 Uhr wo es dann zum „Jeserer-Hof“ ging. Hier fand dann um 10:00 Uhr der Festgottesdienst mit Segnung der restaurierten Fahne durch Pater Josef Grünner statt. Um 14:00 Uhr war dann der Festzug mit den 78 teilnehmenden Vereinen, der durch das schön geschmückte Dorf führte. Der Abschluss des Tages war dann ein „Gstanzlsingertreffen“ zudem die Kapelle „Schlecht-Wetter“ spielte. Am Montag den 23. Juli 2001 fand dann der Festausklang mit der Stimmungskapelle „Ganoven-Quartett“ statt.
 Im Frühjahr 2008 bekam die Feuerwehr, durch die Unterstützung der Gemeinde ein mittelschweres Schaumrohr. Der Umgang wurde bei mehreren Übungen getestet, damit ein problemloser Umgang bei einem Ernstfall erfolgen kann.
Von Oktober bis November 2008 fand erstmalig für die Jugend eine Truppmannausbildung statt, an dem erfreulicherweise 13 Feuerwehranwärterinnen bzw. Anwärter teilnahmen. Zum Abschluss der erfolgreich abgelegten Prüfung wurde allen Teilnehmern von KBR Waldemar Knott eine Urkunde überreicht.
Seit 2008 setzt sich jetzt die Vorstandschaft für ein neues Feuerwehrhaus ein, da das alte nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus mit Gemeinschaftsraum erfolgte im August 2009. Nach einer gut einjährigen Bauzeit, in der sehr viele freiwillige Stunden der Kameraden geleistet wurden, wurde das Projekt fertiggestellt. Somit konnte dann am 10.Oktober 2010 durch Hr. Pfarrer Dachauer die feierliche Einweihung stattfinden.
Im Jahre 2012 entschloß sich die aktive Feuerwehrmannschaft aufgrund des in die Jahre gekommen Tragkraftspritzenanhängers ein Feuerwehrfahrzeug bei der Gemeinde zu beantragen. Ausschlaggebend für diesen doch sehr wagemütigen Vorgang war, dass im Dorf immer weniger Schlepper bzw. Traktoren für die Übungen bzw. Einsätze zur Verfügung standen. Vorallem die grundsätzlichen Gegenstände wia Funkgerät, Schaufel, Besen, Motorsäge waren im Anhänger nicht vorhanden. Es musste immer wieder auf die Privatgerätschaften der Feuerwehrangehörigen zurückgegriffen werden. Auch das für den Eigenschutz unverzichtbare Blaulicht bzw. Martinshorn war am TSA nicht vorhanden. Daher wurde durch die Kommandanten eine kleine Arbeitsgruppe mit fünf Feuerwehrmänner gebildet, die für die Ausschreibung und Beschaffung des neuen Fahrzeugs zuständig waren. In etlichen Sitzungen teilweise mit Gemeindevertretern wurde der Fahrzeugaufbau und die technischen Geräte besprochen, und schriftlich für die Ausschreibung fixiert. Im Oktober 2013 war es dann endlich soweit. Die Freiwillige Feuerwehr Dengling konnte ihr erstes Motorbetriebenes Tragkraftspritzenfahrzeug von der Firma Furtner und Ammer in Empfang nehmen. 
Am 06.01.2014 fand die traditionelle Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Schon im Dezember 2013 zeichnete sich ein Komplettauscheiden der bisherigen Vorstandschaft ab. Nach dem ungewöhnlich schnellen Wahlverfahren stand eine fast komplett neue und verjüngte Vorstandschaft zur Verfügung.  
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